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Bildkomposition – damit es im Fotobuch gut aussieht

September 16th, 2008 by Susan

Das Geheimnis gelungener Bilder, nicht nur bei der Digitalfotografie, liegt in einigen Grundregeln der Bildkomposition in Verbindung mit der richtigen Ausleuchtung und der Wahl eines interessanten Motivs. Dennoch muss klar sein, dass es keine „richtige“ oder „falsche“ Art gibt, ein Foto aufzunehmen.

Lässt man zwei Fotografen die gleiche Szene fotografieren, werden wahrscheinlich beide attraktive Bilder machen, aber mit einer völlig verschiedenen Bildkomposition. Das liegt daran, dass wir uns alle auf unsere ganz eigene Weise ausdrücken.

Betrachten Sie vor der Aufnahme aufmerksam die Szene und finden Sie den für Sie interessantesten Aspekt. Das ermöglicht eine gezielte Bildkomposition, um genau diesen Aspekt zu betonen. Werbefotos sind ein gutes Studienmaterial zur Bildkomposition.

Ein anderer Tipp ist, das Bild möglichst ordentlich zu gestalten, damit nichts vom Hauptmotiv ablenkt. Zu viele Objekte im Hintergrund lassen die angestrebte Aussage untergehen. Wenn Sie Ihr Motiv nicht umrahmen können, versuchen Sie, es auf andere Weise zu isolieren – zum Beispiel durch einen unscharfen Hintergrund. Ein gut ausgeleuchtetes Objekt wirkt am besten vor einem dunklen Hintergrund und umgekehrt. Auch der kreative Einsatz von Farbe kann helfen, die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erregen und das Motiv zu betonen.

Im Allgemeinen wirkt eine ungezwungene Ausgewogenheit in der Komposition eines Fotos ästhetisch angenehmer als eine strenge Symmetrie. Vereinfacht ausgedrückt, ist es wirksamer, das Hauptmotiv aus der Mitte zu rücken und mit einigen ausgewählten Objekten zu arrangieren.

Man kann ein ganz alltägliches Motiv schon dadurch unterschiedlich darstellen, dass man die Kamera nur etwas nach oben, unten oder zur Seite bewegt. Suchen Sie eine Perspektive, die sich von den üblichen 08/15 Fotos abhebt – die meisten preisgekrönten Fotografen zeichnen sich durch einen „ungewöhnlichen“ Blickwinkel aus.

Bei einem Motiv wie einem Tier oder einem Menschen lässt man am besten etwas Platz im Vordergrund, sodass es sich in das Bild hinein zu bewegen scheint, statt aus ihm heraus. Bildelemente wie Straßen, Flüsse und Zäune, die diagonal verlaufen, wirken dynamischer als horizontale Linien.

Schließlich gibt es noch die wirklich hilfreiche „Drittel-Regel“. Diese Theorie, die sehr häufig in Grafikdesign- und Fotografierkursen gelehrt wird, besagt, dass das Auge des Betrachters eines Fotos automatisch zu einem Punkt auf etwa zwei Drittel Höhe des Fotos wandert. Zudem kann man die oben erwähnte asymmetrische Balance erreichen, indem man das Bild in Drittel aufteilt (horizontal und/oder vertikal).

Es gibt zwar viele Arten, ein Foto auf Basis der Einteilung in Drittel wirkungsvoll anzuordnen, aber die Platzierung der Horizontlinie in der Landschaftsfotografie ist wohl eines der gebräuchlichsten Anwendungsgebiete. Liegt der thematische Schwerpunkt auf Land oder Wasser, befindet sich die Horizontlinie meist im unteren Drittel, sodass der Himmel die oberen zwei Drittel einnimmt.

Wie immer sind das nur Richtlinien; es gibt auch hier keine eisernen Regeln. Sie können zwar einem Einsteiger schnell zu annehmbaren Resultaten verhelfen, aber ein erfahrener Fotograf versucht, kreative Wege zu finden, diese Richtlinien außer Acht zu lassen, um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.

Das Schöne an der Digitalfotografie ist, dass Jeder, ohne Rücksicht auf die Kosten wie früher bei der analogen Fotografie, seiner Kreativität freien Lauf lassen und sich ausprobieren kann. „Übung macht den Meister“!

Posted in Digitale Fotografie - Tipps


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